Montag, 20. November 2017

Wochenbericht vom 13. Nov. - 20. Nov. 2017


Nach den Niederschlägen bis Montag, den 13. November 2017  zeigte  sich das Bergwetter mit einer stabilen Höhenströmung mit viel Sonnenschein und tiefen Temperaturen  in den Kärntner Gebirgsgruppen.  Ab Donnerstag waren die Kärntner Berge meist im Hochnebel.  Am Sonntag war es in Kärnten  großteils trocken nur in den nordwestlichen Gebirgsgruppen gab es geringe Niederschläge mit einem starken  Nordföhn. Montags stellte sich wieder schönes Bergwetter mit tiefen Temperaturen ein.

 
 

Sonnenstunden am Dobratsch - Gailtaler Alpen an der Messstation der ZAMG 2160 m

 
Eine durchgehende Schneedecke ist nach wie vor nicht vorhanden.  Genügend Schnee liegt meist in den Staulagen der Karnischen Alpen, Karawanken, Gailtaler Alpen und Kreuzeckgruppe ab 1000 m, in den Hohen Tauern ab 1500 m und in den restlichen Gebirgsgruppen ab 1500 – 2000 m. In höheren Lagen ist der Schnee meist gut gefestigt jedoch können an steilen, glatten Wiesenhängen Gleitschneelawinen abrutschen. In den schattseitigen Hängen ist die Schneedecke meist  trocken und vom Wind sehr stark geprägt. Triebschnee liegt in steilen Rinnen und Mulden sowie hinter Geländekanten. Der  Wind hat ab Samstag neuerlich für frische Triebschneepakete in hochalpinen Lagen gesorgt.

Schneehöhe in den Karawanken - Koschuta 1282 m

Schneehöhe in den Karnischen Alpen am Oisternig 2009 m

Temperaturübersicht in den hochalpinen Lagen wie hier in den Hohen Tauern am Hochtor 2404 m


Von Wind geprägte Schneedecke am Schareck - Mölltaler Gletscher 3123m




Montag, 13. November 2017

Ein Italientief mit einer Kaltfront bringt in den Kärntner Bergen wieder Neuschnee!


In den letzten 24 Stunden schneite es in Teilen der Kärntner Gebirgsgruppen. In den Karawanken wurden die größten Neuschneesummen ~ 40 cm  gemessen.  In den Karnischen Alpen, Gailtaler Alpen, Kreuzeckgruppe und Hohen Tauern wurden ca. 20 – 30  cm Neuschnee gemessen. Auch die Nockberge, Gurktaler Alpen und auf der Sau und Koralpe wurden Neuschneemengen ~ 20 cm gemessen.

Der Schneefall in den höheren und hochalpinen Lagen  wurde durch einen mäßigen, teils starken Nordwestwind  mit tiefen Temperaturen begleitet, die Schneeverfrachtungen sorgten im Windschattenbereich für abgelagerte frische, sehr spröde Schneebretter.
 


Größere Neuschneemengen in Teilen der Kärntner Gebirgsgruppen - in den Staulagen der Karawanken wurden bis zu 40 cm Neuschnee gemessen.


Der  teils mäßig bis starke Nordwestwind sorgte für Schneeverfrachtungen
Bei der LWD - K Messstation in den Karawanken - Koschutahaus 1.282m - wurden
35 cm Neuschnee gemessen.
35 bis 40 cm Neuschnee bei der LWD - K Messstation Zelenica 1.536m in den Karawanken
 25 cm Neuschnee in den Karnischen Alpen - Watschiger Alm am Naßfeld 1.608m


























































 

Dienstag, 7. November 2017

Neuschnee bis in hohe Tallagen in Kärnten!




Mit den einsetzenden Niederschlägen am Sonntag und vor allem mit den Schneefällen bis in Tallagen am Montag gibt der herannahende Winter wieder ein deutliches Lebenszeichen von sich. Ein Tief über dem Golf von Genua mit Kaltluft aus Nordosten hatte einen heftigen Niederschlag mit viel Neuschnee gebracht, auf den Bergen in den Staulagen der Hohen Tauern, Kreuzeckgruppe, Gailtaler Alpen und Karnischen Alpen bis zu 100 cm. Die Schneefallgrenze sank am Montag in den westlichen Staulagen bis auf 600m.

Am Dienstag verlegte sich der Niederschlagsschwerpunkt in die Karawanken. Durch die steigenden Temperaturen lag am Dienstag die Schneefallgrenze bei 1000m.

Die Schneedecke ist bis in Lagen 1800 – 2000m sehr durchfeuchtet. Trockenen Neuschnee (Pulver) findet man erst in den Kärntner Gebirgsgruppen ab 2000m.

Durch die Neuschneemengen besteht die Gefahr in hohen Lagen, dass bereits durch eine geringe Zusatzbelastung ein Schneebrett ausgelöst werden kann. In  Lagen unter 2000m soll man auf steilen glatten Flächen auf Gleitschneelawinen achten.




Am Montag, den 06.11.2017 lag die Niederschlagsintensität in den westlichen Karnischen Alpen, Kreuzeckgruppe und Hohen Tauern. (INCA ZAMG)

 
75 cm Neuschnee am Goldeck in den Gailtaler Alpen - 1914m. LWD Messstation
 

Am Dienstag lag der Niederschlagsschwerpunkt in den Karawanken - Neuschneemengen bis zu 70 cm. (INCA ZAMG)

 



 
In den Nockbergen wurden geringere Neuschneemengen gemessen - 50 cm auf der Turracherhöhe 1816m. LWD Messstation

 


Mittwoch, 20. September 2017

Neuschnee im September in den Kärntner Gebirgsgruppen


Neuschnee in den Gebirgsregionen Kärntens und damit verbunden ist  eine winterliche Bergkulisse. Eine Störung aus Oberitalien mit Abkühlung aus Nordosten,  brachte in den letzten Tagen  bis zu 50 cm Neuschnee oberhalb von 1700m in den Staulagen der Karnischen Alpen, Gailtaler Alpen, Kreuzeckgruppe, Hohen Tauern, Nockbergen und geringere Mengen  in den Karawanken, Gurktaler Alpen und auf der Koralpe/Saualpe. Die größten Neuschneemengen wurden oberhalb von 2000m in den niederschlagsreichen Staulagen der Gailtaler Alpen, Karnischen Alpen, Kreuzeckgruppe, Hohe Tauern und Nockbergen gemessen. Der zeitweise auch stürmische Nordwind besonders in hohen Lagen hat für einige Triebschneeablagerungen gesorgt, welche auch als Schneebrett losgelöst werden könnten. Die Bergtouristen  „ohne Bodenkontakt“, sollten heute dem Schnee noch Zeit für seine Verdichtung geben.



Blick Dobratsch - Gailtaler Alpen (2166m) Richtung Karnischen Alpen (Bild: WEBCAM ZAMG)
Neuschneezuwachs in den letzten 24 Stunden laut INCA Analysekarte - ZAMG
Neuschneemessungen - Goldeck - Gailtaler Alpen  - Kälberriegel 1914m (Quelle: LWD Messstation)
Neuschneemengen in den Nockbergen - Turracherhöhe 1816m  von ca. 45 cm (Quelle: LWD Messstation)
ca. 30 cm Neuschnee in den Karawanken - Zelenica 1536m  (Quelle: LWD Messstation)


Blick von den Karnischen Alpen - Achomitzer Alm 1718m  zu den Julischen Alpen - Lussari (Bild: WEBCAM - Italien)










 

Dienstag, 19. September 2017

Wintereinbruch in den Kärntner Gebirgsgruppen


Neuschnee bis in mittleren Lagen in den Kärntner Gebirgsgruppen. Größere Neuschneemengen wurden in den hohen Lagen der Karnischen Alpen, Kreuzeckgruppe, Nockberge, Sau und Koralpe und in den Hohen Tauern gemessen. Bis zu 40 cm Neuschnee und mehr fielen in den Hohen Tauern. In den Gailtaler Alpen am Dobratsch wurden 30 cm Neuschnee gemessen. Erst am Nachmittag klingt der Niederschlag in den westlichsten Gebirgsgruppen allmählich ab.  Durch den auffrischenden, kalten Nordwind, winterliche Temperaturen in den Kärntner Gebirgsgruppen.  

 Die INCA - Analysekarte zeigt die Neuschneemengen in den Kärntner Gebirgsgruppen (Quelle: ZAMG)
Neuschnee ~ 30 cm in den Gailtaler Alpen wie hier am Dobratsch (2.166m)
Foto: Johannes Staudacher - Gipfelhaus


 
Am Sonnblick liegt eine Gesamtschneehöhe von 100 cm - ca. 30 cm Neuschnee wurden in den letzten 24 Stunden gemessen. Winterliche Temperaturen mit - 6,8°


Auch während der Herbstmonate ist Neuschnee im Hochgebirge keine Seltenheit. Mit dem Neuschnee steigt, wenn auch nur kurzfristig, die Lawinengefahr an und beschränkt sich damit meist auf die Zeit während und kurz nach dem Schneefall.


Montag, 22. Mai 2017

Ergebnisse zur Onlineumfrage

 


Bei der Onlineumfrage des Lawinenwarndienstes Kärnten wurden 164 Antworten abgegeben. Die Hauptfrage zum Lawinenprognosebericht des Lawinenwarndienstes Kärnten in der Saison 2016 / 17 hat ein eindeutiges Votum für den Prognosebericht gegenüber dem Lagebericht (74,8% zu 25,2%) ergeben.
 
Die Selbsteinschätzung, auf einer fünfteiligen Bewertungsskala, der Erfahrung im alpinen Gelände bei winterlichen Bedingungen hat ergeben, dass sich an der Befragung überwiegend Alpinisten mit „sehr guter“ bis „professioneller“ Erfahrung beteiligt haben.
 
Dass der Lawinenwarndienst Kärnten „am richtigen Weg“ ist zeigt auch die Beantwortung der Frage über die Zufriedenheit mit der Qualität des Berichtes. Bei den negativ abgegebenen Anmerkungen  war auffallend, dass bei der Bewertung mit 4 (Genügend) und 5 (Nicht genügend) eine Anmerkung (Verbesserungsvorschlag) nur bei 25% erfolgte und dass von diesen Anmerkungen wiederum 90% positive Anmerkungen zum Bericht beinhaltet haben.

 
 
Zu allen Anmerkungen (Verbesserungsvorschlägen), für die der Lawinenwarndienst sehr dankbar ist, sei nur allgemein bemerkt, dass diese alle Punkte betroffen haben, mit welchen der LWD in der vergangenen Saison ebenfalls noch nicht zufrieden war.
  • Mit einer graphisch verbesserten Darstellung haben wir mit den vorhandenen Mitteln etwas zu kämpfen, sind aber mit der „Lösungsfindung“ laufend beschäftigt und auch schon einige wesentliche Schritte vorangekommen, welche in den Sommermonaten für die kommende Saison umgesetzt werden.
  • Eine morgendliche Beurteilung der Situation nach dem Prognosebericht (Vorabend), ist bereits während der vergangenen Saison erfolgt und wird auch in der kommenden Saison erfolgen. Mit den vorhandenen Ressourcen wird es aber bei einem „Haupt“-Bericht bleiben.
  • Die Aufbereitung von Lawinenereignissen hat sich auch in der abgelaufenen Saison, derzeit noch intern, bereits wesentlich geändert und wird sich in der kommenden Saison neu präsentieren.
 
Mit dieser Zusammenfassung der Online-Umfrage des Lawinenwarndienstes Kärnten darf sich der LWD nochmals für die Teilnahme recht herzlich bedanken und allen Bergbegeisterten eine schöne und vor allem unfallfreie Sommersaison wünschen.
Für weitere Anregungen etc. steht der LWD immer zur Verfügung. Die Kontaktdaten findet ihr auf der Homepage des Lawinenwarndienstes.
 
 

Samstag, 29. April 2017

Lawinenabgang am Mölltaler Gletscher – Abseits der gesicherten Piste!




Am Samstag, den 29. April 2017 ist am Vormittag eine große Schneebrettlawine unterhalb des Schareck-Gipfels (3123 m) im Schigebiet Mölltaler Gletscher, an einem südwestlichen Steilhang abgegangen. Drei Wintersportler fuhren im freien Gelände und lösten das 700 lange und 300 m breite Schneebrett. Zwei Wintersportler konnten durch eine Schussfahrt herausfahren und ein Wintersportler wurde mitgerissen und teilverschüttet. Der Teilverschüttete wurde leicht verletzt. 150 Einsatzkräfte der Bergrettung, Alpinpolizei, 15 Lawinensuchhunde sowie Rettungshubschrauber und der Polizeihubschrauber Libelle waren im Einsatz. Der Lawinenkegel wurde sicherheitshalber von den Einsatzkräften sondiert.

Eine Bildaufnahme zeigt die große Schneebrettlawine außerhalb des gesicherten Skiraumes im Schigebiet Mölltaler Gletscher (Foto: E. Heine privat)